Meine Reise zu mir selbst – Teil 2 Ankunft in Bali – Sanur

Der erste Flug von Frankfurt nach Doha war reibungslos.

Geschlafen habe ich nicht wirklich. Aufgeregt war ich noch immer. Habe noch nichtmal einen Film gesehen 😉

In Doha angekommen folgte ich einfach der Menschenmenge und landete, Gott sei Dank, gleich an einer Übersichtstafel auf der die Anschlussflüge standen.

Mein Anschlussflug war nicht drauf.

Das fängt ja gut an.

Aber es dauerte nicht lange, dann stand er da: Denpasar, Bali – Gate E7.

Ich machte mich auf den Weg. Die Beschilderung war super easy. Da könnte sich Frankfurt ne Scheibe abschneiden.

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Am Gate angekommen war außer mir keine Menschenseele…

noch mal vergewissert, E7, …doch ich bin richtig.

Also wartete ich.

Eine Weile später kam doch noch eine Menschenmenge, puh, ich war wohl der einzige Deutsche hier. Auch gut.

Kurz vor der Landung auf Bali, hieß es „there is so much traffic“ also drehten wir noch eine extra Runde. Als ich dann in Denpasar landete, durch die Kontrollen war und am Pick up ankam, sah ich erstmal vor lauter Leuten keinen Menschen mehr.

Gefühlt Hunderte warteten dort mit einem Schild in der Hand und riefen durcheinander.

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Nach einigen Minuten hatte auch ich meine Dame entdeckt.

Eine freundliche junge Balinesin die auch deutsch sprach versorgte mich mit den ersten Infos über Bali während ich ins Hotel gefahren wurde. Diesen Luxus hatte ich mir von Deutschland aus schon gebucht.

Auf die Frage, ob ich nachts als Frau alleine rumlaufen könne, sagte sie entschlossen „in Bali ist das kein Problem!“

Prima, dann kanns ja losgehen 😉

Als ich in meinem ersten Hotel ankam war ich sehr zufrieden. Es war keine große Hotelanlage, sondern kleinere, schön angelegte Wohnkomplexe mit viel Natur und direkter Strandlage.

Es war perfekt zum Ankommen und genießen der ersten Tage.

Alles richtig gemacht, dachte ich mir 🙂

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Für Alleinreisende war es allerdings nicht ganz so optimal… (Hätte ich mich mal vorher schlau gemacht ;))

Um mich rum waren offensichtlich nur Familien und Paare die gerne unter sich blieben.

So kamen am Frühstückstisch doch kurz zweifelnde Gedanken. Die schob ich aber schnell beiseite und genoss es voll uns ganz mich einfach selbst zu verwöhnen. Wie ein König frühstückte ich so ausgiebig und lange wie nie zuvor. 🙂

Mein Tisch war voll mit Essen. Omlette, Früchte, Smoothies, Gebäck, Joghurt usw. (ja, die drei Fotos waren von einem Tag ;))

alles für mich 😉

Ich hatte keine Eile, keiner wartete ungeduldig bis ich fertig war (ich bin der langsamste Esser der Welt) und keiner wollte schnell wieder irgendwo hin aus Angst irgendetwas zu verpassen.

Ich genoss das ausgiebig. Aß brav alles auf. Das Personal war sehr aufmerksam und zuvorkommend. Denen ist schnell aufgefallen, dass ich alleine war… 😉

Am nächsten Morgen stand ich früh um 6 Uhr auf.

Ich wollte am Strand den Sonnenaufgang betrachten.

Es war Ebbe und außer mir sah ich kaum jemandem am weitläufigen Strand.

Ich setze mich auf einen Stein, schaute auf das Meer und wartete auf den Sonnenaufgang.

In diesem Augenblick wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich gerade alleine am fast anderen Ende der Welt war.

Ich war glücklich und stolz auf mich selbst.

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Ich genoss es faul am Strand zu liegen und erkundete dann die Umgebung.

Da im März keine Saison in Bali ist war es sehr ruhig bzw. es waren kaum europäische Touristen aber viele Einheimische anzutreffen.

Ich flanierte am Strand entlang und natürlich war man als Tourist gerade eine Rarität auf die offensichtlich alle Händler gewartet hatten.

Nachdem ich von einigen übereifrigen Damen von da nach dort in ihre Läden, teilweise in Hintergassen gezogen wurde, sie aber doch nicht das hatten wonach ich suchte, nämlich ein weißes Kleid, war ich schon an der ganzen Promenade bekannt.

Alle suchten nach einem weißen Kleid für mich und trommelten sich zusammen.

Leider konnte es mir aber keiner aus seinem Reportoire bieten weshalb sie mich schließlich weiter ziehen ließen 😉

Ich setzte mich an einen Strandabschnitt an dem sehr großes Gewusel von Einheimischen war und lies das einfach auf mich wirken und beobachtete die Menschen.

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Im Hintergrund ertönte aus einer Bar Musik von Bob Marley.

Ich ließ den Abend in einer netten Bar direkt am Strand mit Live-Musik ausklingen und bestellte mir noch eine Kleinigkeit zu essen.

Die Kleinigkeit war dann das Größte Essen das ich jemals serviert bekommen habe!

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Es war geil. Frittierte Kartoffeln, ähnlich wie Chips aber ich hatte keine Ahnung wie ich das Essen sollte!

Nachdem ich satt war und mein Platz aussah wie Sau, stellte ich mich langsam darauf ein, dass dies die letzten Stunden waren bevor meine Ausbildung losging.

Ich war sehr nervös und gespannt auf welche Leute ich treffen würde. Hoffentlich waren nicht alle super esoterisch oder absolute Akrobaten. Hoffentlich war ich fit genug.

Mit einer App wollte ich mir für den nächsten Tag ein günstiges Taxi bestellen welches mich nach Ubud fährt…

Also eigentlich wollte ich erstmal nur gucken, was das da so kostet, weil mir die liebe Jenny die mit mir die Ausbildung machte, das empfohlen hatte… doch plötzlich schrieb mir einer wo ich bin, er könne in 10min da sein… ooops da hab ich wohl was missvertanden und zu schnell geklickt.

Konnte es zum Glück nochmal abbestellen. Am nächsten Tag war ich natürlich pünktlich wie ein Deutscher als ich dann wirklich mein Taxi bestellt hatte.

Als ich am Hoteleingang wartete und das Personal merkte, dass ich nicht geholt wurde, bekam ich auch gleich mein erstes Jobangebot als ich erzählt habe, dass ich zur Yogalehrerausbildung fahre… im Hotel können sie noch Yogalehrer brauchen…

Na das wäre schon mal geregelt. 🙂

Schließlich wurde ich mit etwa einer halben Stunde Verspätung abgeholt und wir fuhren nach Ubud…

Und was ich da erleben durfte war mehr als ich mir jemals hätte vorstellen können…

Es folgt dann Teil 3 (Ankunft in Ubud)

 

11 Kommentare zu „Meine Reise zu mir selbst – Teil 2 Ankunft in Bali – Sanur

  1. Ohne Dich wäre ich nie auf das schöne Zitat „Wenn die Sehnsucht größer ist als die Angst, wird Mut geboren!“ gestossen!

    Dafür umarme ich Dich. Schön, daß es Dich gibt!

    Schön, daß es Dich gibt!

    Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und gebe Acht auf Dich 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Hier kommt etwas für Deine Nerven … 😉

      Die Hörprobe von Luc Serra kann man ja getrost in der Endlosschleife laufen lassen!
      [audio src="https://cdns-preview-c.dzcdn.net/stream/c-c540fe436c6b1d5bc67f0857c0991d34-4.mp3" /]

      Der Song heißt : John Dunbar Theme

      Gefällt 1 Person

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