Meine Reise zu mir selbst – Teil 5 – Bali entdecken

Bisher bin ich an keinen Ort zweimal gereist. Ich finde jedes Land hat etwas für sich.

Bei Bali und insbesondere Ubud mache ich eine Ausnahme.

An diesen Ort werde ich definitiv nochmal zurückkehren!

Bali – eine Insel die glücklich macht.

Nicht umsonst spricht man von den Bali Spirits oder den Bali Vibes. Überall spürt man diese positive Energie. Bali auch genannt, die „Insel der Götter“ und „Land der 1000 Tempel“ hat eine einzigartige, ganz spezielle und magische Atmosphäre.

Die Natur. Die Menschen. Die Spiritualität. Der Geruch. Das Essen.

Faszination auf allen Sinnen.

Ich habe mich während meiner Yogalehrerausbildung 3 Wochen in Ubud aufgehalten und in den Ort verliebt. Der kleine künstlerische und kulturelle Ort im Landesinneren gilt als spirituelles Zentrum und Yoga-Mekka. Da wundert es nicht, dass Ubud wörtlich übersetzt Heilung heißt.

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„Die Welt ist ein Buch und wer nicht reist, sieht nur eine Seite davon.“ (Saint Augustino)

Die Balinesen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Höflichkeit und Respekt werden groß geschrieben. Gerade auch, wenn du als Frau alleine unterwegs bist und nur mal fragend schaust, wird dir direkt weitergeholfen. Ich habe mich zu keiner Zeit unsicher auf Bali gefühlt. Die meisten Balinesen sind Hinduisten und leben in Hingabe zu Gott. Jeden Morgen stellen sie kleine aus Palmblättern geflochtene Körbchen mit Blumen, Reis, Salz oder Geld vor ihr Haus. Überall sieht man Blumenopfergaben und Räucherstäbchen welche die Luft in einen spirituellen Duft umhüllen.

Farbenfrohe Feste und Zeremonien

Egal wann du in Bali bist, die Balinesen haben immer etwas zu feiern.

Während meiner Yogalehrerausbildung hatte ich das Glück den höchsten hinduistischen Feiertag auf der indonesischen Insel Bali mitzuerleben. Den Nyepi Day, das balinesische Neujahrsfest.

An diesem Tag werden die bösen Geister angelockt indem – ähnlich wie bei uns bei einem Karnevalsumzug – mit den sogenannten Ogoh-Ogoh Puppen bzw. Monstern durch die Straßen gezogen wird. Tage- und wochenlang vorher wurden diese aufwendig gebastelt und in Handarbeit angefertigt. Am Abend werden diese bei großer Veranstaltung und viel Lärm verbrann

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Am Tag darauf folgt der Silence Day. Niemand darf an diesem Tag das Haus verlassen, es wird gefastet, darf nicht gesprochen und kein Licht angemacht werden.

Die Straßen sind wie leergefegt. Keine Autos. Keine Fußgänger. Sogar der Flughafen ist für sämtlichen Flugverkehr unterbrochen. Eine große Stille liegt über der gesamten Insel. Am Abend und in der Nacht ist es fast völlig dunkel. Die Einhaltung der Regeln wird kontrolliert und auch von den Touristen erwartet.

Der gläubige Balinese verbringt den Tag in Meditation.

Der Sinn des Nyepi Day ist, dass durch die Stille und Dunkelheit den vorbeiziehenden Dämonen und bösen Geistern vorgegaukelt werden soll, die Insel sei verlassen, so dass sie weiterziehen. Die geübte Selbstkontrolle soll außerdem zur spirituellen Reinheit führen.

Ein kulinarischer Traum

Gerade für Vegetarier und Veganer ist Bali und insbesondere Ubud ein wahrer Traum. Ganz viel Avocado und wunderbare Früchte, die durch das subtropische Klima wahnsinnig intensiv schmecken. Nirgendo sonst – und ich bin schon ein bisschen rumgekommen siehe auch: Wer ist Vany? – habe ich eine derartige Vielfalt an sensationellem frischem, gesundem und leichtem Essen gesehen. Chilis, Ingwer, Kurkuma, Zitronengras runden die Gerichte ab und sorgen für einen Genuss für alle Sinne. Du findest hier auch normale internationale Küche wie Pizza, Burger & Co. Es wäre aber schade, sich bei der Auswahl darauf zu beschränken. Mein persönlicher Favorit war der Dragenfruit-Smoothie, sooo lecker und von bester Qualität!

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Ein echter Geheimtipp ist das Restaurant

Akasha – eine mega Location. Ich war gleich zweimal da. Auf dem Weg dahin denkst du, du bist im Nirgendwo, da es etwas abgelegen ist und dann eröffnet sich so ein Prachtstück! Essen ist außerdem sehr lecker!

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Auch sehr nice und direkt auf der Hanuman Street, das Atman Norrish Kafe – für Veganer und Vegetarier super aber bietet auch noch mehr. Ich habe dort die beste goldene Milch ever getrunken!

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Weitere Adressen: Das berühmte Clear Cafe oder The Elephant und Alchemy.

Es gibt aber unheimlich viele tolle Cafes und Restaurants in Ubud. Einfach mal testen.

Bali Swing bzw. My Swing

Ich sah im Vorfeld die Fotos von der Riesenschaukel und wollte da unbedingt hin!

Am Ziel angekommen waren wir erstmal enttäuscht. Die Eintrittspreise waren unverschämt teuer und es war sehr touristisch dort. So waren wir kurz davor den Spaß sein zu lassen und sind einfach mal die Straße entlang gelaufen. Und siehe da, es gab noch mehr Bali Swings 😉 Wir waren dann bei der My Swing, die deutlich günstiger und aus unserer Sicht nicht weniger schön aber weniger touristisch war.

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Es war wahnsinnig toll dort und vorallem auch nicht so menschenüberlaufen. Wir waren fast für uns alleine. Mit der riesen Schaukel weit raus in die Natur zu schaukeln ist ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit!!

Nur leider kamen wir da dann nicht mehr weg. Wenn du dir nicht zuvor ein Taxi (von der Taxi Mafia die dort oben offensichtlich ihr Monopol hat) reserviert hast, bekommst du kein anderes und kannst auch keines dorthin organisieren. Nachdem wir dann etwa eine Stunde bei Regen in der Pampa gelaufen sind, wären wir fast in einem Kühltransporter mitgefahren. 😉 Dann hat sich doch noch ein Taxi erbarmt uns einzusammeln, natürlich vollkommen überteuert.

Monkey Forrest

Natürlich durfte in Ubud auch nicht der Besuch im Monkey Forrest fehlen.

Die frei rumlaufenden Affen in dem riesen wunderschönen Naturgelände sind an Menschen gewöhnt und haben keine Berührungsängste. Wenn sie irgendwo was zu essen wittern, hast du sie deshalb auch mal schwups auf deinem Kopf sitzen. Du solltest deshalb aufpassen, was du mit rein nimmst. Denn der Affe scheut auch nicht einfach mal deine Tasche zu durchwühlen oder deinen Rock runter zu ziehen 🙂

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Wassertempel

Wir waren während unserer Yogalehrerausbildung außerdem noch im Wassertempel.

Die Balinesen glauben, dass der Tempel ein Ort ist, an dem sie sich von allen Leiden des täglichen Lebens reinigen können. Sie glauben außerdem, dass das heilige Wasser der Quellen die Kraft hat, bestimmte Krankheiten zu heilen und sich von Sorgen zu befreien.

Die Besucher stellen sich links an und durchlaufen der Reihe nach jeden Springbrunnen. Dabei setzt du dir deine eigene Intention und kannst auch ein Gebet sprechen.

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Die Reisterrassen

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Wandere durch die Reisterrassen. Dazu muss man nicht viel sagen. Einfach rund um Ubud raus in die Natur und das satte Grün genießen!

„Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.“ (Arabisches Sprichwort)

Pyramiden von Chi

Wer in die alte Kunst der Klangheilung eintauchen will und seinen Geist durch Soundheeling zu tiefster Entspannung und Ruhe führen möchte, sollte den Pyramiden von Chi in Ubud einen Besuch abstatten. Ein besonderes energetisches Erlebnis und tolle Erfahrung.

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Shopping

Bali ist auch ein Shoppingparadies. Ob auf der Hanuman Street in Ubud oder in einer der riesigen Supermärkte oder Nachtmärkte die wirklich ALLES haben. Es ist ziemlich chaotisch, turbulent und viel Gewusel zwischen den vielen kleinen Läden, die teilweise Kitsch und teilweise richtig tolle und hangemachte traditonelle Dinge verkaufen. Die Preise sind allerdings für Artikel guter Qualität ähnlich wie in Europa. Vom Verkehr darf man sich nicht stören lassen.

Wellness

Die Auswahl an Wellness, Massagen und alternativen Heilmethoden auf Bali ist groß. Die Preise sind vergleichbar günstig. Zwischen dem ganzen Trubel, solltest du dir auf jeden Fall eine balinesische Massage gönnen. Du kannst wählen zwischen soft, strong und medium 😉 Ich habs sehr genossen.

Achtung Geldautomaten

Manchmal ziehen die Geldautomaten die Kreditkarten ein. Mir ist es passiert. Es war die Einzige die ich dabei hatte… Eine weitere Challenge auf der Reise zu mir selbst 😉

Entdecke Bali mit dem Roller

Ich gebe zu, ich habe mich nicht getraut selbst zu fahren. Das lag zum Einen daran, weil ich noch nie zuvor selbst Roller gefahren bin. Zum anderen weil es die Gelegenheit gab, bei anderen mitzufahren. Es ist aber definitiv die beste, einfachste und günstigste Variante die Insel zu entdecken. Ja, es herrscht sehr viel Verkehr auf Bali und besonders auch in Ubud und natürlich ist auch hier Vorsicht geboten. Was aber zunächst sehr chaotisch aussieht ist tatsächlich ein sehr guter Verkehrsfluss in welchem jeder auf den anderen Rücksicht nimmt. Selbst wenn du aus Versehen auf der falschen Straßenseite abgebogen sein solltest, wird hier nicht gleich gehupt und böse geschaut, sondern Rücksicht genommen, dass du dich wieder einfädeln kannst.

„Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf.“ (Oscar Wilde)

Ach ja, allein die tollen traditionellen Türen auf Bali sind schon eine Reise dahin wert.

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Bali bietet die volle Bandbreite. Es ist Ziel für Hippies, Taucher, Surfer, Partygänger und Sinnsucher. Es bietet Berge und Meer. Tolles Essen. Balinesische Traditionen und internationalen Komfort. Und für Yogaliebhaber ist Ubud einfach nur wie nach Hause kommen.

Bali war eigentlich nie auf meiner Top Reisezielliste und ja, wenn du die paradiesischsten Strände suchst dann findest du sie nicht unbedingt hier. Diese Insel im indonesischen Ozean bietet aber sooo viel Mehr und hat mein Herz im Nu erobert.

Ich hätte noch einige Punkte die ich auf Bali machen könnte, u. a. den Vulkan besteigen aber die Zeit wurde eng und ich war ja nicht (nur) zum Urlaub da.

Die Prüfungen standen an.

Wieder fing ich an zu zittern… Teil 6 folgt.

5 Kommentare zu „Meine Reise zu mir selbst – Teil 5 – Bali entdecken

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