Schubladendenken

Es gibt große Menschen. Und kleine.
Es gibt hellhäutige. Und dunkelhäutige.
Es gibt Ruhige. Und Extrovertierte.
Es gibt Großverdiener. Und Asoziale.
Es gibt Fleischesser. Und Veganer.
Es gibt die die machen. Und es gibt Kritiker.
Es gibt die Rechten. Und die Linken.
Es gibt die Ossis. Und die Bayern.

Jeder von uns hat Vorurteile. Ständig kategorisieren wir Menschen und stecken sie in bestimmte Schubladen. Dieses Schubladendenken ist wichtig und normal damit wir alle Informationen aufnehmen und ordnen können um nicht im Chaos zu versinken. Wir können uns jedoch nicht darauf verlassen, dass diese Vorannahmen (-urteile) immer auch richtig sind.

Sobald wir deshalb einen Menschen oder eine Gruppe in eine Kategorie stecken die wir mit etwas Negativem assoziieren wird es gefährlich.

Geprägt werden unsere Vorurteile durch die Gesellschaft, unser Umfeld, unsere Erfahrung, Erziehung und unser Elternhaus. Sehr oft entstehen Vorurteile auch durch eine Gruppendynamik (weil alle den doof finden, finde ich es auch). Und haben wir einmal jemanden in eine Schublade gesteckt, lassen wir ihn da nicht mehr so schnell raus und sehen von nun an jedes Verhalten dieses Menschen in genau diesem Licht, welches wir auf ihn projizieren und unsere Annahme vermeintlich bestätigt.

Doch wenn wir alleine, ohne die Gruppe gefragt würden (Findest du den wirklich doof) sind wir oft milder. Wir sollten öfter hinterfragen. Genauer hinsehen, ehe wir eine Meinung oder ein Urteil über jemanden fällen den wir womöglich gar nicht richtig kennen (oder aber vorschnell in eine Schublade gesteckt haben).

Die Menschenrechte beginnen, wo die Vorurteile enden.

~Marie-Joseph Motier, Marquis de la Foyette

Nur wenn du am eigenen Leib eine negative Erfahrung mit diesem (einen) Mensch gemacht, er dich schlecht behandelt hat, ist es kein Vorurteil mehr und du darfst daraus auch deine Konsequenzen ziehen. Doch sehr oft bilden wir soziale Urteile die nicht rational sind.

Vielleicht treibt der Dicke mit Stoffwechselstörung jeden Tag Sport.
Der Drängler auf der Autobahn fährt in den Kreißsaal.
Der Pole hat sein Auto selbst bezahlt.
Der Informatiker Nerd ist modisch und attraktiv.
Der Porschefahrer ist gar kein Angeber.
Die Frau mit Kopftuch ist freiwillig konvertiert.
Der Tätowierte setzt sich für Hilfebedürftige ein.
Die spießige Frau mit Brille und Pferdeschwanz ist Pole-Dancerin.
Der Obdachlose Versager hat ein abgeschlossenes Studium.

Wir sollten immer die Person hinter den Werten sehen. Und ganz oft stellen wir fest, dass es auch ein WIR gibt. Gemeinsamkeiten welche wir teilen. Meist sind es viel mehr als wir auf den ersten Blick meinen.

Es gibt so viel das uns verbindet.

Wir alle haben eine Gemeinsamkeit. Wir möchten ein glückliches und zufriedenes Leben.

Ich möchte gerade in der Vorweihnachtszeit zu mehr Toleranz, Aufgeschlossenheit, Offenheit und weniger Vorurteilen aufrufen. So lange niemand anderen Schaden zufügt und Gesetze bricht, kann es uns egal sein, was dieser in seiner Freizeit tut, wie er aussieht, welche Musik er gerne hört.

Namaste, Eure Vany

Ein Kommentar zu „Schubladendenken

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